Festzugsfolge

Wer den Festzug noch nie aktiv oder passiv erlebt hat, wird vermutlich kaum verstehen, warum die Ravensburger solch eine Verbundenheit zum Rutenfest haben. Jede Grundschülerin, jeder Grundschüler, die in Ravensburg zur Schule gegangen sind, sind mehrfach mitgelaufen. Auch aus den höheren Klassen sind Hunderte dabei. Was vor Jahrhunderten einfach und unauffällig begann, ist heute ein großes Ereignis. In einem farbenfrohen Meer an Kostümen, Uniformen, Festwagen und blumengeschmückten Pferden spiegel sich die gesamte Vergangenheit der Stadt wider. Der Zuschauer erfährt von den alten Zünften und dem Leben der Ravensburger, die Geschichte der Welfen und der Staufer. Oder über die Ravensburger Handelsgesellschaft von 1380-1530. Sie war damals das wichtigste Wirtschaftsunternehmen in Süddeutschland.


Der Festzug ist Höhepunkt eines jeden Rutenfestes. Über 4.500 mitwirkende und darstellende Schüler und Erwachsene, darunter 1.000 Musikanten aus über 30 Kapellen, Fanfarenzüge und Trommlercorps. Mit beim 5 km langen Festzug sind auch 90 Festwagen, die von 240 prächtig geschmückten Pferden gezogen werden. Es werden wieder 40.000 Zuschauer erwartet, die die Szenen aus der 900-jährigen Geschichte der Stadt und der Welfen- und Stauferzeit auf der Ravensburg bewundern und bestaunen.


Historisches Rutenfest (Teil 1 des Festzugs)

Es werden alte Symbole des Rutenfest dargestellt. Zugherolde präsentieren stolz die Stadtwappenfahne, Rutenkinder mit dem Magister stimmen auf den Festzug ein und sind seit je her Symbol des Rutenfests.

Gezeigt werden ebenfalls die Oberstköniginnen und Oberstfähnriche, aus denen ursprünglich der Rutenzug hervorging. Ebenso sind die Springgaben und das Rutentheater zu bewundern.


Mit Sang und Klang ziehen wir hinaus (Teil 2 des Feszugs)

Bunte Motive rund um die Stadtgeschichte sind Inhalt dieses Teils des Festzugs: Schulausflüge in den Maien, die erste Bahnlinie, Bürgerfleiß von Bauhandwerkern nach dem Niederbrand eines Hauses sind ebenso zu sehen wie bunte Treiben bei den Feiern der Bauern zu Erntedank. Die Zünfte der Metzger, Müller, Bäcker und Käser gehören ebenso dazu wie das Markttreiben der Krämer- und Wochenmärkte zwischen den historischen Gebäuden, Türmen und Toren.

Auch der Hütekindermarkt mit den Schwabengängern gehören zur Geschichte der Stadt.


Aus der Geschichte der Reichsstadt und danach (Teil 3 des Festzugs)

Der Handelszug

Die bedeutenste Leistung der Ravensburger im ausgehenden Mittelalter (1380-1530) war die Große Ravensburger Handelsgesellschaft. Es war das wichtigste private Wirtschaftsunternehmung in Süddeutschland. Die Produktion von Leinen und Barchent (Leinen-Baumwollgemisch) war neben der Papierproduktion wichtigster Bedeutung. Es bestanden Niederlassungen in vielen europäischen Städten. Der Großen Handelsgesellschaft gehörten ungefähr 100 Familien aus ca. 10 Städten des Bodenseegebiets an.

Die wichtigsten Familien waren Humpis, Möttelin, Muntprat und Holbein.

Der Handelszug zeigt Handelsfamilien mit den Handelswagen und Kaufleuten sowie Reisigen (bewappnete Knechte und berittenes Begleitpersonal) und Söldner.

Sowohl die Wehrhaftigkeit und die kaiserlichen Priviegien (Münzrecht, Waagrecht, Gerichtsbarkeit), die von Rudolf von Habsburg ausgesprochen wurden, waren für den Handel von größter Bedeutung.

Aus der Renaissancezeit sind die adelige Gesellschaften der Patrizier zum Esel und aus der Barockzeit die Kaufmannsgesellschaft zum Ballen zu bewundern.


Historischer Teil - Welfen, Staufer und Habsburger in Ravensburg (Teil 4 des Festzugs)

Die Welfen

Das Adelsgeschlecht der Welfen erhielt vom eng verwandten Kaiserhaus der Karolinger eine Grafschaft in Oberschwaben. Um 1088 wurde die Ravensburg gebaut auf der die Welfen über 100 Jahre lang weilten.

Während des Festzugs werden wichtige Welfen gezeigt. Das ist zuerst Welf IV, der Erbauer der Ravensburg.

Heinrich der Löwe, der gegen 1129 au fder Ravensburg geboren wurde, ist später Herzog von Bauyern und Sachsen geworden.

Zwei weitere Gruppen zeigen Welfen als Kurfürsten: Ernst August von Braunschweig-Hannover nebst Gemahlin und Georg Ludwig von Hannover, der 1714 König von England wurde. England wurde bis 1837 von den Welfen regiert.


Die Staufer

Welf der VI. verkaufte 1179 die Stadt und die Burg seinem Neffen, dem Adelsgeschlecht der Staufer stammende Kaiser Friedrich Barbarossa.

Die Staufer weilten wiederholt auf der Ravensburg. Unter ihnen Barbarossa, Kaiser Heinrich VI., König Philipp von Schwaben und Kaiser Konrad IV.

Sämtliche Reichs- und Hausgüter der Staufer in Schwaben wurden von der Ravensburg aus verwaltet. Der Truchseß Heinrich von Waldburg und Schenk Konrad von Winterstetten-Schmalegg hatten wichtige Funktionen inne.

Konradin, der letzte männliche Staufer in direkter Linie und Sohn von Konrad IV., sammelte auf der Ravensburg sein Troß für Italien und wurde in Neapel 16jährig 1268 hingerichtet.

Die Gruppe im Festzug stellt den jungen Konradin dar, als er 1966 in Ravensburg weilte. Er ist umgeben von Edelleuten, Rittern, Knappen, Edeldamen und dem Minnesänger Ulrich von Winterstetten-Schmalegg.


König Rudolf von Habsburg

Nach dem Tod Konradis nahm König Rudof von Habsburg (Rudolf I.) und setzte auf der Ravensburg einen Landvogt ein und erklärte 1276 Ravensburg zur Reichsstadt. Ravensburg war damit keinem Reichsfürsten unterstellt sondern direkt dem Kaiser und hatte eine Reihe von Freiheiten und Privilegien. Rudolf von Habsburg weilte 1286 in der Stadt und bestätigte die 1276 verliehenen Privilegien. Ravensburg war bis 1802 Reichsstadt.



Bilder-Show Festzug, Fotos F. Steffen
Bilder-Show Festzug, 155 Bilder (der i-Button schaltet die Bildbeschreibung ein)
Mehlsäcke 2008
Dudelsackgruppe Mehlsäcke am Obertor


Rutentheater 2017: Aschenputtel

Festabzeichen 2017:

Festabzeichenpreis: 4,50€

 

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Hauptgewinne:

1 PKW Citroen C3, 1 Peugeot Motorroller, 1 E-Bike und 1 Mountainbikes, 1 Woche mit einem Hymer-Reisemobil und 1 Kaffeevollautomat

Die Ziehung der Losnummern findet am Donnerstag nach dem Rutenfest statt.